Publikation zu den Halberstädter Kürassieren von Olaf Ahrens jetzt erhältlich

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Im März fand im Städtischen Museum ein Abendvortag mit dem Titel, „Seydlitzkürassiere, einhundert Jahre Reiterformation in Halberstadt“ statt. Der Referent, Olaf Ahrens, militärhistorisch interessiert und mit umfangreichen Kenntnissen, insbesondere zu den Halberstädter Truppenteilen ausgestattet, sprach zwei Stunden zum genannten Thema. Bis auf den letzten Platz war der Vortragsraum gefüllt, das Interesse war groß.

Die Halberstädter Seydlitzkürassiere haben mehr als ein Jahrhundert Stadtbild und Stadtgeschehen in Halberstadt mit beeinflusst. Ältere Halberstädter erinnern sich der vor 1914, ehe das Feldgrau aufkam, aufgeputzten Kürassiere. Es waren ausgesucht „stramme Kerle“, die in ihren weißen Uniformen und blanken Kürass und hoch zu Pferd durch die Stadt ritten. Als das Regiment 1817 nach Halberstadt und Quedlinburg kam, existierten hier weder Kasernen für die Kürassiere, noch gab es Stallungen für die Pferde. Die Mannschaften wurden in Bürgerquartieren eingemietet. Im Bereich der damaligen Wilhelmstraße (heute OdF- Straße) gab es noch einige sogenannte „Privatkasernen“. Die Pferde des Regiments waren zunächst auf den damals in Halberstadt noch sehr zahlreichen landwirtschaftlichen Gehöften und ebenfalls auf Gasthöfen untergebracht. 1838 ließ die damalige Armendeputation der Stadt auf dem Gelände des Heiligegeisthospitals große Pferdeställe errichten und vermietete sie an das Regiment. Bis zum Kasernenneubau 1898 dienten in Halberstadt größere Plätze innerhalb der Stadt den Kürassieren auch für ihre Exerzierübungen. So der Johannesbrunnen, der Paulsplan, der Burchardianger und natürlich vor allem der Domplatz, der, nicht zuletzt zu diesem Zwecke, um die Jahrhundertmitte begradigt und aufgeschüttet worden war.

Olaf Ahrens kündigte im März das Erscheinen seiner Publikation mit dem schlichten Titel „Seydlitzkürassiere“ an. Dieses, in nur geringer Stückzahl gedruckte Buch, kann nun ab sofort im Städtischen Museum für 29 Euro erworben werden. Die Publikation beeindruckt mit ausgesprochen reicher Bebilderung, mit sachlich knapp vorgetragener historischer Regimentsgeschichte und detaillierter Beschreibung von Uniformierung und Bewaffnung.

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